Starker Seitenwind und ein früh aushängendes Spornrad führten zu einem "ground loop", in dessen Folge der äußere Bereich des linken unteren Flügels unsanft den Boden berührte. Die sich in der Bespannung abzeichnenden Knicke und Falten verhießen leider nichts Gutes.

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Schweren Herzens machten wir uns an die Demontage des Flügels. Um nicht alle vier Flügelhälften abbauen zu müssen, verstrebten wir die Flügelstrebe gegen den Rumpf und konnten so durch die Landedrähte bzw einen Spannngurt den oberen Flügel in Position halten.

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Um den Flügel abziehen zu können, mussten wir all die mühsam gesetzten Nieten wieder mindestens ebenso mühsam ausbohren. Beim Abziehen selbst zeigte sich die immense Klebekraft der Oratex-Bespannung. Im nackten Zustand offenbarte das Flügelskelett seine Schäden:

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Der Ansatz des Hauptholms nach dem Querruder war stark deformiert, ebenso der Hilfsholm. Dieser war auch im Bereich der Flügelstrebe stark geknickt. Die Beplankung der Nase war zwischen den beiden äußeren Rippen stark gefaltet und die Rippe am Querruderende hatte einen kleinen Riss bekommen.

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Es half nichts: Die defekten Teile mussten ausgenietet werden! Auf dem unteren Bild sind der Randbogen und der Hilfsholm bereits entfernt.

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Für den Bezug von Flugzeugaluminium ist die Firma Stahl eine gute Adresse. Relativ aufwändig war es, für das Einnieten der Neuteile die notwendigen Bohrungen genau passen zu den vorhandenen Bphrungen zu setzen. Hier half nur exaktes und kleinschrittiges Vorgehen. Im folgenden Bild ist die Verlängerung des Hauptholms schon wieder angebracht, der Hilfsholm wird gerade eingepasst:

hilfsholm

Danach konnte der Randbogen wieder angebracht werden:

randbogen

Dann konnte das fehlende Stück der Nasenbeplankung eingesetzt werden:

beplankung nase

Auf den Rippen wurden zur besseren Profilgebung wieder Balsaleisten aufgeklebt:

balsaleisten

Dann konnte es wieder ans Bespannen gehen. Obwohl wir  inzwischen einiges an Erfahrung gesammelt haben, ist dies eine Tätigkeit, die Sorgfalt verlangt und somit eben ihre Zeit braucht. Nun sieht das Gerippe wenigstens wieder einem Flügel ähnlich:

neubespannung links

Einige (Arbeits-)Stunden später ist der Flieger wieder komplett:

wieder komplett 

Eine aufwändige und diffizile Arbeit ist das Einstellen der Flügelgeometrie und das Spannen der Drähte: Dreht man an einem Spannschloss, verstellen sich alle anderen Werte wieder!

fluegel einmessen

 

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