Da wir von der Wirksamkeit der nur wenige Quadratzentimeter großen Farb-Warnlackierungen an der Rumpfspitze und den Flächenenden nie so recht überzeugt waren, aber  dennoch eine maximale Sichtbarkeit bzw. Auffälligkeit unseres Flugzeugs gewährleisten wollen, haben wir aufmerksam die Entwicklungen der LED-Blitzer verfolgt. Der Einbau sollte ohne Strukturveränderungen erfolgen und auch nicht auf der Oberfläche auftragen, deshalb schien uns Horst Rupps Lösung für unsere LS-4 prädestiniert. Diese pfiffige Lösung wird von innen an den vorderen Haubenteil geklebt und ein in den FLARM-Datenstrom geschalteter "Rechenknecht" sorgt dafür, dass nur dann geblitzt wird, wenn FLARM-Ziele im Bereich des eigenen Flugwegs auf Gegenkurs erkannt werden.

Nach dem Eintreffen der Lieferung haben wir die Komponenten im heimischen Wohnzimmer einem ersten Test unterzogen. Natürlich wird man nicht direkt in die blitzenden LED schauen, die Lichtausbeute ist in einem geschlossenen Raum mit hellen Wänden allerdings immer noch so hoch, dass selbst der indirekte Lichteinfall die Augen nach wenigen Minuten schmerzen lässt und man solche Testphasen auf sehr kurze Augenblicke beschränkt.

Die im Video wiedergegebene Helligkeit entspricht nicht annähernd der tatsächlichen Helligkeit der LED, eine Kamera kommt bei solchen Aufnahmesituationen eben auch sehr schnell an ihre Grenzen. Deutlich wird aber das Blitzmuster, das ausgesandt wird, sobald sich ein FLARM-Ziel auf einem möglichen Kollisionskurs befindet.

Den Einbau und die Verschaltung der Blitzer mit dem Rechenknecht hat Horst Rupp auf seinen Seiten ausführlich beschrieben. Wir haben abweichend zu seinen Vorschlägen die Tesa-Powerstripes nicht mittig auf dem Schiffchen, sondern in den Ecken angebracht. Außerdem haben wir die Ablöselasche nicht entfernt, so dass das Schiffchen später wieder einfach entfernt werden kann. Deutlich zu sehen sind auch die kleinen Kerben, die wir mit einer Dreicksfeile an den Schmalseiten genau mittig angebracht haben. Damit ist eine Ausrichtung der Blitzer an der Haube einfacher möglich.

LED 1
Hier ist das Blitzer-Schiffchen bereits in die Haube eingeklebt, der auf der Haube angebrachte Mittelstrich ist noch deutlich sichtbar. Ebenso die seitlich herausstehenden Laschen der Powerstripes. Zieht man an diesen, so lassen sich die Powerstripes wieder einfach und rückstandsfrei entfernen.
LED 2
Den Rechenknecht haben wir im Fuß des Instrumentenpilzes direkt auf dem Power-Flarm ebenfalls mit Powerstripes angebracht. In unserem Fall nimmt er bisher nur die Steuerleitung für die Blitzer und die Zuleitung für den Schalter auf, mit dem man die Blitzer fest aus- und einschalten bzw. auf Automatikbetrieb schalten kann. Möglich wäre auch noch, Endschalter anzuschließen, welche eine Klappenbetätigung und das Ausfahren des Fahrwerks erkennen und dann die Blitzer im Landeanflug einschalten. Mal sehen, ob wir dieses Feature zu einem späteren Zeitpunkt realisieren.
LED 3
Beim Anschluss des 3-Wege-Schalters muss man etwas aufpassen: Aus dem Schalter führt ein dreiadriges Flachbandkabel (grün-rot-gelb) und die drei nebeneinanderliegenden Adern dürfen eben NICHT in dieser Orientierung am Rechenknecht angeschlossen werden. Auf dem obigen Bild sind die Adern noch falsch angeschlossen! Vielmehr muss man darauf achten, dass die mittlere rote Ader auf Kontakt 3 des Rechenknechts geklemmt wird. Die grüne und die gelbe Ader kann man beliebig auf die Kontakte 4 und 5 legen. Horst Rupp hat zwischenzeitlich seine Anleitung diesbezüglich erweitert:
led schalter
Da das Blitzerschiffchen fest in der Haube montiert ist und diese im Notfall abgeworfen wird, muss die Zuleitung leicht trennbar sein. Horst Rupp hat die Verbindung so konfektioniert, dass die Kontakte (USB-Stecker und Goldkontaktstecker) nacheinander lösen und somit nur marginale Kräfte für die Trennung notwendig sind. Die Kabel haben wir am Haubenaufsteller nach unten geführt.
LED 4
Ein erster Test am Boden verlief erfolgreich:

 

 

 
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